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Wandbild muss umziehen

Wandbild muss umziehen

index.jpg: 1024x683, 179k (21. Mai 2014)
Jan Masas Gemälde 'Dein Frieden + mein Frieden = Frieden' bleibt nur noch einen Tag lang an der Bahnhofsunterführung Erkrath-Hochdahl sichtbar.

Erkrath. Das Bild der Friedenstauben auf einem leuchtend-blauen Feld kann nicht am Bahnhof Hochdahl bleiben. Jan Masas Wandkunstwerk "Dein Frieden + mein Frieden = FRIEDEN" verliert seinen Platz in der Unterführung des S-Bahnhofs, nahe der Treppe zur Hildener Straße. Die wird in wenigen Tagen abgerissen, weil an der Stelle eine Rampe entstehen soll.

Seit vergangenem Jahr hat das Bild die ansonsten triste Passage geprägt. Hunderte Hochdahler passieren es auf ihren Wegen zwischen den Ortsteilen links und rechts der Gleise, sowie von und zu den Bahnsteigen. Jan Masa ist im Stadtteil bekannt, unter anderem von Aktionen in der katholischen Kirche Heilig Geist.

Der Künstler kündigt an, er werde verhindern, dass Baumaschinen die Friedenstaube zerstören: Am Donnerstagmittag wird er das Bild überstreichen. Nach Abschluss der Bauarbeiten wolle er es an anderer Stelle erneut malen.

Bei seiner Aktion im Tunnel wird Masa eine Fotopostkarte an alle Passanten verteilen: "Ich möchte, dass die Taube einen Platz in vielen Häusern findet und weiter lebt."

Siehe auch: masa-art.de - Künstlergalerie von Jan Masa

21. Mai 2014.

Aktualisierungen

Wandbild übermalt

Am Donnerstag, 22. Mai 2014, übermalte Jan Masa sein Bild, wie angekündigt. Das Feld an der Wand der Unterführung wurde ganz blau. Die Bahn führte später die geplanten Bauarbeiten durch.

Wandbild entstand neu für Hochdahl

Wandbild_neu.jpg: 1024x576, 217k (18. Dezember 2016)
Jan Masas erneuertes Gemälde 'Frieden' am Ausgang Hauptstraße des umgebauten S-Bahnhofs.

2015, nach dem Umbau der Unterführung gestaltete Masa das Bild 'Frieden' erneut am zweiten, nördlichen Ausgang aus der Unterführung, nahe dem Zugang zur Hauptstraße.

Wandbild 'Frieden' beschmiert - und wieder gereinigt

Am 18. Dezember 2016 wurde das Wandbild durch Graffiti-Tags beschädigt. Die erste stellvertretende Bürgermeisterin Regina Wedding stellte dazu fest: "Die Taube steht für Frieden und Menschlichkeit in unserer Stadt. Über ein Jahr hatten alle Respekt vor dieser Taube, sie wurde nicht beschmiert. Heute geschah das leider durch Jemanden, dem jeder Respekt fehlt."

Wedding fügte hinzu: "Das Geschenk des Hochdahler Künstlers Jan Masa an die Stadt ist mit großem Respekt angenommen worden. Ein herzlicher Dank geht auch an die Stadt Erkrath, stellvertretend den Bürgermeister und den Leiter des Tiefbauamtes, Bernd Heffungs, und an den Service der Deutschen Bahn AG, vertreten durch Michael Lindemann, die dieses Projekt sehr unterstützt haben sowie an alle Ratsmitglieder und Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt."

Zwei Tage später, am Mittag des 20. Dezember, informierte Wedding: Das Bild war wieder gereinigt. Sie dankte Ramazan Demir und seinem Service-Team der Deutschen Bahn für seine schnelle Arbeit. Künstler Jan Masa teilte mit: "Danke, dass die Friedenstaube uns nun weiter ein Hoffnungsgefühl geben kann."

Text und Fotos: Dirk Lotze


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Zuletzt geändert am 20. Dezember 2016